Das Haus und dessen Geschichte

Das Haus Bergstraße 9, ehemals "Armenhaus" (→ Chronikheft ), ist in den Jahren um 1830 -1850 errichtet worden. Im Oktober 2007 erwarb der jetzige Besitzer - Maurermeister Ralf Emele - dieses Gebäude, da ihm die Erhaltung eines solch traditionellen und gleichzeitig geschichtsträchtigen Gemäuers im Erzgebirge am Herzen lag.

Das komplette Bauwerk wurde in Eigenregie bis auf die Grundmauern, Fachwerk und Teile des Dachstuhls entkernt. Die anschließende Sanierung des denkmalgeschützten Hauses erfolgte mit größter Sorgfalt; hochwertige Baustoffe kamen zum Einsatz.

Die bis dahin vorhandene Treppe im Inneren wurde entfernt und in den neu errichteten rückseitigen Anbau nach außen verlegt. Dadurch konnten zwei separate Eingänge geschaffen werden. Unter diesem Neubau entstand ein Massivkeller mit neu installierter und umweltfreundlicher Pelletheizung. Diese betreibt die im ganzen Haus verlegte Fußbodenheizung.

Einen Platz im Neubau fand auch das behindertengerechte Bad der Erdgeschosswohnung, die komplett barrierefrei errichtet wurde und damit für Rollstuhlfahrer ohne Hindernisse nutzbar ist.

Die Fußbodenbeläge im Erdgeschoss bestehen traditionell aus Porphyr und Holzdielung. Die Wände sind mit Lehmputz und einem Kalkanstrich versehen worden. Dadurch entsteht ein angenehmes Raumklima, wozu außerdem ein massiver Specksteinofen mit Backfach und beheizter Ofenbank beiträgt. Er zeichnet sich durch gesunde, lang anhaltende Strahlungswärme und wohlige Behaglichkeit aus.

Im Obergeschoss, in dem die Wände adäquat zum Erdgeschoss ausgeführt wurden, sorgt ein hochwertiger Kaminofen für gemütliche Wärme.

Der Fußbodenbelag für das Ober- und Dachgeschoss wurde bewusst mit Linoleum ausgelegt. Linoleum deshalb, weil es zum Großteil aus Naturmaterialien wie Leinöl, Naturharzen, Holzmehl und Jutegewebe hergestellt wird und somit bestens für ein Ökohaus geeignet ist. Und da im ganzen Haus bewusst darauf geachtet wurde natürliche Materialien zu verwenden, besteht sicher auch für Allergiker (z.B. Hausstauballergie) die Möglichkeit, hier ihren Urlaub zu verbringen.

Alle Türen und Einbaumöbel im "Armenhaus" baute ein Schreiner komplett aus massivem Holz, welche - wie auch die Holzfenster - hauptsächlich mit Holzwachs versiegelt wurden.

Am kompletten Gebäude wurde mineralische Außendämmung angebracht, die teilweise mit sibirischer Lärche verkleidet bzw. mit atmungsaktivem Putz und mineralischer Farbe versehen wurde. Farblich auf das Gebäude abgestimmt wurde für die Außenanlagen gebrauchtes Granitpflaster verlegt. Auf dieser Fläche stehen allen Besuchern genug hauseigene Parkplätze zur Verfügung.

Der Dachbelag ist in handwerklicher Dachdeckerkunst aufgebracht worden und besteht aus Naturschiefer. Der anliegende Trinkwasseranschluss wurde durch die "Grander-Wassertechnologie" aufgewertet (www.grander.com).

Mit der Bauausführung waren ausschließlich Handwerker aus der Region beauftragt, wobei alle beteiligten Gewerke zuverlässig und in bester Qualität ihren Anteil bei der Restaurierung dieses historischen Gebäudes leisteten.

Nun, nach Abschluss der umfangreichen, mit viel Liebe zum Detail und Herzblut ausgeführten Arbeiten, besteht natürlich der Wunsch, dass alle künftigen Urlauber im "Armenhaus" Sorgfalt und Umsicht walten lassen um den derzeitigen Zustand möglichst lange zu erhalten.

Außenansichten unseres Ferienhauses